Besonders komfortable Heimtrainer werden als Recumbent Bikes bezeichnet. Der tiefer liegende Sattel und die ausgeprägte Rückenlehne gewährleisten eine Entlastung der Wirbelsäule und der Hüfte. Trainiert werden das Herz-Kreislauf-System und die Beinmuskulatur. Besonders geeignet sind diese Bikes für Menschen mit Rückenproblemen im Lendenwirbelsäulenbereich, für Hüftpatienten und für Übergewichtige. Aufgrund der aufwendigeren Bauart sind diese Geräte vergleichsweise etwas teurer als die klassischen Heimtrainer, was sich aber auf jeden Fall bezahlt macht. Als Ergänzung für ein ausgeglichenes Training empfiehlt sich ein kleines Kräftigungsprogramm für die Bauch- und Rückenmuskulatur. Maßstäbe für die Qualität von Recumbent Bikes: - Die Schwungmasse: Das Gewicht der Schwungscheibe und die Übersetzung der Antriebsscheibe sind ausschlaggebend für den Rundlauf und die Intensität der Bewegung. Ein Recumbent Bike sollte mindestens mit einer Schwungscheibe von 5 kg ausgestattet sein. - Das Bremssystem: Die Schwierigkeit wird erhöht, indem die Schwungscheibe gebremst wird. Bewährt hat sich das Magnetbremssystem oder die Wirbelstrombremse (Induktionsbremse). Beide Bremssysteme unterliegen keinem Materialverschleiß, sind geräuscharm und ermöglichen ein drehzahlunabhängiges Training. Die Wirbelstrombremse bringt höhere Widerstandswerte bei hervorragendem Rundlauf. - Der Trainingscomputer liefert die Daten, die der Benutzer während des Trainings benötigt. Die Standarddaten sind: Zeit, Geschwindigkeit, Entfernung. Bessere Geräte ermöglichen eine Pulskontrolle, hochwertige Geräte ermöglichen eine Pulskontrolle über Brustgurt und bieten verschiedene Trainingsprogramme. Gute Trainingsprogramme dienen der Abwechslung und Motivation für das Training, und sind nicht zu unterschätzen. - Allgemeiner Komfort und Stabilität: Dies betrifft insbesondere den Sattelkomfort und die Einstellmöglichkeit von Sattel und Lenker für eine optimale Sitzhaltung. Achten Sie außerdem auf eine bedienerfreundliche Anwendung des Trainingscomputers. Die Stabilität betrifft vor allem die Standfestigkeit des Gerätes. Sonstiges: Fußschlaufen an den Pedalen sind empfehlenswert, da Sie einen Richtungswechsel der Tretbewegung ermöglichen und somit andere Muskelgruppen beanspruchen. Transportrollen erleichtern das auf die Seite schieben des Gerätes. Für Menschen mit Knieproblemen oder nach Knieoperationen gibt es kürzere Pedalarme, um die Bewegungsamplitude zu verringern.
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